Veröffentlichung Textilwirtschaft

Investition in Logistikzentren 

Zwischen Flächenüberhang und Zukunftsinvestitionen: Warum moderne Logistik mehr ist als Quadratmeter.

Vom Engpass zur Überkapazität – ein Markt im Umbruch

Noch vor wenigen Jahren war Lagerfläche einer der limitierenden Faktoren für die Fashion-Branche. Während der Corona-Jahre boomte der Onlinehandel, der stationäre Handel stand still, Lieferfähigkeit wurde zur Überlebensfrage. Logistikflächen wurden kurzfristig angemietet, Bestände aufgebaut, Prozesse auf maximale Verfügbarkeit ausgelegt.

Heute zeigt sich ein anderes Bild: Investition in Logistikzentren steigen. Bestände wurden reduziert, Ordervolumina zurückgefahren, viele Lagerflächen sind unterausgelastet. Die Branche kämpft mit Überkapazitäten und doch entstehen neue Logistikzentren.

Ein Widerspruch? Nur auf den ersten Blick.

 

E-Commerce erholt sich, aber unter neuen Vorzeichen

Zwar zeigen aktuelle Zahlen eine leichte Stabilisierung im Onlinehandel mit Mode und Schuhen. Doch die Erholung ist ungleich verteilt. Ein erheblicher Teil des Wachstums entfällt auf internationale, insbesondere asiatische Plattformen. Gleichzeitig verändern geopolitische Rahmenbedingungen und neue Zollregelungen die globalen Warenströme.

Für europäische Fashion-Unternehmen bedeutet das vor allem eines:
Planungssicherheit weicht strategischer Beweglichkeit.

Logistik muss heute Schwankungen aushalten, Szenarien abbilden und schneller reagieren können als früher. Genau hier setzt der aktuelle Investitionsschub an.

 

Warum trotz Überkapazitäten neue Logistikzentren entstehen

Die Branche investiert nicht in mehr Fläche, sondern in bessere Logistik. Moderne Logistikzentren verfolgen ein anderes Ziel als ihre Vorgänger:

  • höhere Automatisierung
  • bessere Skalierbarkeit
  • integrierte IT- und Prozesslandschaften
  • geringerer Ressourcenverbrauch
  • kürzere Durchlaufzeiten

Es geht nicht um Wachstum um jeden Preis, sondern um Professionalisierung. Unternehmen wollen ihre Lieferketten robuster, effizienter und zukunftsfähiger aufstellen, unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.

 

Branchenperspektive: Einordnung durch die Textilwirtschaft

Auch die Textilwirtschaft hat sich mit dieser Entwicklung befasst und analysiert, warum die Fashion-Branche trotz bestehender Überkapazitäten weiter in neue Logistikzentren investiert.

Der Beitrag macht deutlich: Logistik wird zunehmend als strategischer Enabler verstanden. Hochautomatisierte, skalierbare Strukturen helfen Unternehmen, flexibel auf Peaks und Flauten zu reagieren, Prozesse zu stabilisieren und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, gerade in einem volatilen Marktumfeld.

Diese Einschätzung deckt sich mit den Erfahrungen der Kellergroup aus zahlreichen Projekten in der Fashion- und Handelslogistik.

 

Alexander Hewel, Managing Director der Kellergroup, bringt es klar auf den Punkt:

„Wer die eigene Logistik gut beherrscht, hat einen Wettbewerbsvorteil.“

 

Die Kellergroup, tätig in den Bereichen Consulting, Logistik und Transport, begleitet Unternehmen genau bei dieser Professionalisierung. Zum Kundenportfolio zählen unter anderem KaDeWe Group, New Yorker, Mey, Breuninger, Olymp und Intersport.

Die Nachfrage nach hochwertiger, automatisierter Lagerfläche ist ungebrochen, insbesondere bei Unternehmen, die ihre Lieferketten aktiv steuern und langfristig absichern wollen.

Automatisierung als Antwort auf Volatilität

Ein hoher Automatisierungsgrad ist kein Selbstzweck. Er ist eine direkte Antwort auf die Herausforderungen der Branche:

  • schwankende Nachfrage
  • saisonale Peaks
  • steigender Kostendruck
  • zunehmender Fachkräftemangel

Automatisierte Systeme helfen, Prozesse zu stabilisieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Personaleinsatz gezielt zu steuern. Unternehmen gewinnen dadurch Handlungsspielräume, auch in wirtschaftlich angespannten Phasen.

 

Eigene Logistik oder Outsourcing: Eine strategische Entscheidung

Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie ihre Logistik weiterhin selbst betreiben oder an einen Dienstleister auslagern sollen. Beide Modelle können sinnvoll sein – entscheidend ist die strategische Einbettung.

Eigene Logistik bietet:

  • hohe Kontrolle über Servicelevel
  • direkte Steuerung der Lieferfähigkeit
  • strategischen Einfluss auf Kundenzufriedenheit

Outsourcing an Logistikdienstleister ermöglicht:

  • bessere Skaleneffekte
  • Zugang zu leistungsfähigen IT-Systemen
  • variable Kostenstrukturen
  • Schonung des Cashflows

Alexander Hewel betont, dass ein externer Dienstleister gerade in unsicheren Zeiten helfen kann, finanzielle Flexibilität zu bewahren.

KI, Dark Warehouses und die Logistik von morgen

Die Logistik der Zukunft ist datengetrieben. Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend Aufgaben in der Bestandsplanung, Auftragszuteilung und Prozessoptimierung. Dark Warehouses, weitgehend automatisierte Lager – sind keine Vision mehr, sondern absehbare Realität.

Menschen werden dadurch nicht ersetzt, sondern anders eingesetzt: in qualifizierteren, planbareren und attraktiveren Tätigkeiten. Ein wichtiger Faktor in einer Branche, die massiv unter Fachkräftemangel leidet.

Die Rolle der Kellergroup: Logistik ganzheitlich denken

Die Kellergroup versteht Logistik nicht als isolierte Funktion, sondern als strategisches Gesamtsystem. Consulting, Logistik und Transport greifen ineinander, von der ersten Analyse bis zur operativen Umsetzung.

Gerade in Zeiten von Überkapazitäten zeigt sich, wie wichtig es ist, Logistik richtig zu dimensionieren: nicht größer, sondern intelligenter.

Fazit: Nicht mehr Fläche entscheidet – sondern bessere Logistik

Die Fashion-Branche investiert nicht trotz Überkapazitäten in neue Logistikzentren, sondern wegen der gestiegenen Anforderungen. Moderne Logistik entscheidet über Resilienz, Effizienz, Geschwindigkeit und Kundenzufriedenheit.

Oder anders gesagt: Investition in Logistikzentren
Nicht die Menge an Fläche ist entscheidend, sondern das Verständnis für Logistik.

Genau hier setzt die Kellergroup an, als Logistik-Versteher und Partner für nachhaltige, zukunftsfähige Lösungen.

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